Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein ist Bayerns bekanntestes Schloss. Die Burg wurde von König Ludwig II. im 19. Jahrhundert errichtet und war sein Lebenswerk. Bis zu seinem Tod hatte er sie nur als Baustelle gesehen, welche er damals jedoch schon selbst bewohnt hatte. Fertiggestellt wurde Schloss Neuschwanstein erst nach seinem Tod.

Der Höhepunkt einer Bayernreise

Die Anlage ist schon seit vielen Jahren der Höhepunkt einer Bayernreise. In jedem Jahr besichtigen 1,4 Millionen Menschen Schloss Neuschwanstein, darunter viele Europäerinnen und Europäer, Japanerinnen und Japaner. Das Schloss ist besonders verwaltungsintensiv durch die hohe Besucherzahl. Dies führt zu einer erhöhten Abnutzung der Antiquitäten und Räume. Das Betreiben des Schlosses Neuschwanstein ist fast eine Höchstleistung für Techniker und Ingenieure: Felswände müssen regelmäßig abgesichert werden, und die Kalkstein-Fassade wird durch das raue Klima angegriffen. Es sind also auch Wartungsarbeiten und Sanierungsarbeiten notwendig.

Von den Sehnsüchten und Lüsten eines Königs

Schloss Neuschwanstein fasziniert Menschen aus aller Welt, weil es die Sehnsüchte und Lüste des Königs darstellt. Die Themen, mit denen sich die Wandausstellung beschäftigt, sind nicht aus dem Leben, sondern aus dem Inneren entnommen. Der Schwan repräsentiert das Symbol der Schönheit und Freiheit. König Ludwig II. verstand sich als ein ‚König von Gottes Gnaden‘.

Das Besondere an Neuschwanstein ist auch, dass religiöse und politische Gedanken mit in die Entwicklung der Anlage eingebracht wurden. Es ging also nicht nur um eine Konstruktion nach menschlichem Verstand. Die Vorstellungen des Königs gingen weit. Dies war wahrscheinlich auch mit der Grund dafür, dass sich die Fertigstellung der Anlage auf die Zeit nach dem Tod König Ludwigs II. verzögerte.

Das Märchenschloss mit Ziertürmchen

Heute untersteht das Schloss der bayerischen Schlossverwaltung. Es wird als Märchenschloss beschrieben und kann ganzjährig besichtigt werden. Die Anlage hatte jedoch auch eine besondere Bedeutung im Zweiten Weltkrieg, da dort alle Goldreserven der Deutschen Reichsbank lagerten. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Schloss der Bayerischen Archivverwaltung.

Eine weitere Besonderheit der Burganlage ist, dass sich ihre Architektur an das Mittelalter anlehnt. Es wurde seinerzeit eine umfassende Technikplanung gemacht, um die komplexe Konstruktion des Schlosses Neuschwanstein umzusetzen. Auch von dieser umfassenden Planung profitieren die Konstruktion und Erhaltung des Schlosses.

Auch aufgrund der großen Gedankenleistung Ludwigs II. zeigt Schloss Neuschwanstein heute noch seine Wirkung. So entzücken Ziertürmchen die Besucherinnen und Besucher. Das Schloss selbst wirkt verträumt und märchenhaft.