Deutschland – das Land der Burgen und Schlösser

Touristen, die die Bundesrepublik Deutschland besuchen, haben oft eine klare Vorstellung davon, was sie sehen möchten. Vor allem in Süddeutschland darf dabei auch der Besuch historischer Stätten nicht fehlen. Ob die Menschen nach Burghausen pilgern, die Altstadt von Passau besuchen oder klassisch die Wälder und Wege bewandern, die vom malerischen Füssen zum Schloss Neuschwanstein hinaufführen: Burgen und Schlösser sind schon immer Anziehungspunkte, die Menschen in ihren Bann ziehen, ob es die Märchenschlösser von Ludwig II. von Bayern sind oder die Bollwerke aus dem Mittelalter.

Früher Festung, heute Fest-Location

Die Zeiten, in denen Burgen als gewaltige Warnungen an die Feinde von Fürsten, Königen und Kaisern galten, sind inzwischen lange vorbei. Viele der bekannteren Bauwerke befinden sich heute in der Hand des Bundes oder der Länder, die sich um die Verwaltung und den Erhalt der oft Jahrhunderte alten Gemäuer kümmern. Um diese Kosten zu erwirtschaften, bieten viele Verwaltungen Führungen an oder vermieten direkt ganze Burgen an Hochzeitsgesellschaften oder an Unternehmen, die Mittelaltermärkte organisieren. Dazu gehören bekannte Burgen wie die Feste zu Pappenburg, aber auch unzählige kleine und bekannte Gemäuer. Aber auch in solchen alten Gebäuden kann es zu Radon-Konzentrationen in der Luft kommen, die gefährlich für die Gesundheit sein können. Hier kann zum Beispiel mit http://radonmessung.de/ Abhilfe geschaffen werden.

Eine Ausnahme bilden die triumphalen Bauwerke von König Ludwig II., der vor gut 200 Jahren nicht nur Bayern mit seinen überbordenden Vorhaben in den Ruin führte, sondern auch architektonische Meisterwerke für die Geschichte erbauen ließ. Das berühmteste Schloss aus der Zeit des „Schwanen-Königs“ ist das Schloss Neuschwanstein. Als Ausflugsort für Millionen von Touristen ist das Bauwerk eines der meist fotografierten auf der ganzen Welt. Auch National Geographic kürte das Schloss zu einem der wichtigsten Orte in Deutschland. Dabei ist jedoch Neuschwanstein kein Gebäude aus dem Mittelalter, sondern ein Kunstwerk moderner Ingenieurskunst.

Neuschwanstein ist ein Triumph der Baukunst

Als das Schloss 1869 in Auftrag gegeben wurde, war das Ziel, möglichst nahe an das Ideal einer Ritterburg zu gelangen. Zentral über Füssen thronend wollte König Ludwig sich selbst und seinem Land ein Wahrzeichen schaffen. Dafür machte er kaum Kompromisse und ließ zwei kleine Burgruinen, die seit über 800 Jahren auf dem Berg gethront hatten, entfernen. Für reale Festen aus dem Mittelalter war in der Gedankenwelt des Königs, der nur wenige Monate auf der Baustelle lebte, kein Platz. Jedoch diente die Vorderhohenschwangauer Burgruine als Grundlage und Basis für das heute so bekannte Schloss, das auch Vorbild stand für das heute so bekannte Logo des Disney-Konzerns.

In die Zeit König Ludwigs fielen zudem die Neuerrichtung der Burgruine Hohenschwangau, die später den Namen Schloss Linderhof erhielt. Wie auch bei Neuschwanstein folgten die Techniker und Baumeister König Ludwigs dabei mehr den Visionen von Dichtern, Musikern und Künstlern und nicht den Gesetzen mittelalterlicher Belagerungstechniker. Vielleicht sind die Schlösser und Burgen auch deswegen Sehnsuchtsorte: Weil sie nicht die Realität, sondern die Träume darstellen.